Von Sea Watch zu Tode gerettet?

Die libysche Küstenwache hat das deutsche NGO‐Schiff „Sea Watch“ für den Tod von fünf Menschen im Mittelmeer verantwortlich gemacht. Das Schiff sei ein Wolf im Schafspelz, sagte der Sprecher der Libyschen Marine, Ayoub Qasim […] „Als das deutsche NGO‐Schiff vor Ort eintraf, stürzten alle in ihre Richtung, auch die, die bereits in Sicherheit an Bord des libyschen Schiffs waren“, beklagte der Sprecher. „Die meisten sprangen ins Wasser, wobei fünf von ihnen starben.“ Parallel dazu habe ein italienischer Militärhubschrauber schlimmeres verhindert und Rettungsboote über dem Wasser abgeworfen.

Nicht das erste Mal, und leider vermutlich auch nicht das letzte, dass eines dieser NGO‐Schiffe durch die Behinderung einer Rettungsaktion oder eigenen Dilettantismus den Tod von Menschen verursacht, die ohne ihre Anwesenheit gar nicht in Seenot geraten wären. Unnütz zu erwähnen auch, dass Sea Watch daraus ein wüstes Seemannsgarn spinnt (Details dazu im verlinkten Artikel). Die libysche Küstenwache und die italienische Marine lügen natürlich, was sonst. Jetzt raten wir mal, wer sich über eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung freuen darf…

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/tote-im-mittelmeer-kuestenwache-beschuldigt-ngo-schiff/

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Jagd auf die Geisterflotte

Im ersten Halbjahr 2017 wuchs die »Rettungs«-Armada der NGOs im Mittelmeer auf 23 Schiffe an (Kleinstboote, Flugzeuge und Drohnen nicht mitgerechnet), von denen sich zeitweilig fast alle im Dauereinsatz befanden. Das Geschäft brummte und war auf stetige Expansion ausgelegt; der Erwerb zusätzlicher Schiffe durch »die üblichen Verdächtigen« und auch neue Akteure (z.B. »Mission Lifeline« aus Dresden) wurde eifrig vorangetrieben. Bis die Mission »Defend Europe« dazwischengefunkt hat. Was hat sich seither getan?

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