Die spinnen nicht, die Römer!

Rom fordert London auf, Verantwortung für die »Flüchtlinge« des Schlepper‐Schiffes Aquarius zu übernehmen, das unter gibraltarischer Flagge fährt. Gibraltar ist britisches Überseegebiet, Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. Leider lautet sein Wahlspruch »Für keinen Feind eroberbar«, so dass es für den italienischen Vorschlag überaus dankbar sein dürfte.

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Eine Seefahrt, die ist… zwecklos?

Viel hätte ich dafür gegeben, Augenzeugin der dummen Gesichter an Bord der Aquarius just in jenem denkwürdigen Moment sein zu dürfen, als den notorischen Schleppern dämmerte, dass Bunt‐Europa nicht nur die Tür hinter ihnen zugemacht, sondern auch gleich den Schlüssel weggeworfen hat. Aber man kann ja nicht alles haben.

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Die Siedler von Brüssel

Die Siedler von Brüssel
Flüchtlingskinder spielen in der Warteschlange am Flughafen Ceuta. Oder so. Foto: Reuters.

Foto und Bildunterschrift hat T‐Online vermeintlich clever gewählt, dabei aber offenbar die durch konstante Reibung an der Realität seit 2015 gebildete Hornhaut auf den Tränendrüsen der Deutschen unterschätzt: »Spielende Kinder in einem Camp für irakische Binnenflüchtlinge bei Bagdad« [1] Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ein schiefes brüllt sie derart verzweifelt in die Nacht, dass einem glatt die Trommelfelle davonschwimmen.

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Schöne Bescherung: Sicher und legal.

Schöne Bescherung: Sicher und legal.
Handverlesen: Kleine Kinder, Kranke und Senioren. Foto: AFP / ZEIT

Wer jetzt schon so richtig in Weihnachtsstimmung ist, sollte besser die Gans anschnallen: »Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR hat 162 Personen aus einem Flüchtlingslager in Libyen nach Italien gebracht. Über einen sogenannten humanitären Korridor konnten die ›Flüchtlinge‹ am Freitagabend per Flugzeug einreisen«, berichtet die ZEIT. [1] Und das ist erst der Auftakt. Tausende weitere sollen und werden folgen.

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Hoffentlich zeigt sie nicht wieder ein »freundliches Gesicht«…

Während Noch‐ oder Bald‐wieder‐Kanzlerin Merkel der frostigen Stimmung daheim im Rahmen ihrer ausverkaufenden Afrika‐Tournee entflieht und so lästigen Kleinkram wie Regierung bilden den Zurückgebliebenen überlässt, verplappert sich das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und verrät erstaunlich offen die schöne Bescherung, die doch eigentlich eine böse Überraschung werden sollte: »UNHCR will Flüchtlinge aus libyschen Lagern nach Europa bringen« [1]

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Von Sea Watch zu Tode gerettet?

Die libysche Küstenwache hat das deutsche NGO‐Schiff „Sea Watch“ für den Tod von fünf Menschen im Mittelmeer verantwortlich gemacht. Das Schiff sei ein Wolf im Schafspelz, sagte der Sprecher der Libyschen Marine, Ayoub Qasim […] „Als das deutsche NGO‐Schiff vor Ort eintraf, stürzten alle in ihre Richtung, auch die, die bereits in Sicherheit an Bord des libyschen Schiffs waren“, beklagte der Sprecher. „Die meisten sprangen ins Wasser, wobei fünf von ihnen starben.“ Parallel dazu habe ein italienischer Militärhubschrauber schlimmeres verhindert und Rettungsboote über dem Wasser abgeworfen.

Nicht das erste Mal, und leider vermutlich auch nicht das letzte, dass eines dieser NGO‐Schiffe durch die Behinderung einer Rettungsaktion oder eigenen Dilettantismus den Tod von Menschen verursacht, die ohne ihre Anwesenheit gar nicht in Seenot geraten wären. Unnütz zu erwähnen auch, dass Sea Watch daraus ein wüstes Seemannsgarn spinnt (Details dazu im verlinkten Artikel). Die libysche Küstenwache und die italienische Marine lügen natürlich, was sonst. Jetzt raten wir mal, wer sich über eine Anzeige wegen fahrlässiger Tötung freuen darf…

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/tote-im-mittelmeer-kuestenwache-beschuldigt-ngo-schiff/

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Jagd auf die Geisterflotte

Im ersten Halbjahr 2017 wuchs die »Rettungs«-Armada der NGOs im Mittelmeer auf 23 Schiffe an (Kleinstboote, Flugzeuge und Drohnen nicht mitgerechnet), von denen sich zeitweilig fast alle im Dauereinsatz befanden. Das Geschäft brummte und war auf stetige Expansion ausgelegt; der Erwerb zusätzlicher Schiffe durch »die üblichen Verdächtigen« und auch neue Akteure (z.B. »Mission Lifeline« aus Dresden) wurde eifrig vorangetrieben. Bis die Mission »Defend Europe« dazwischengefunkt hat. Was hat sich seither getan?

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