Die Bundesregierung will Terroristen unbedingt »heimholen«

Tod durch Strang: So lautet das Urteil gegen eine mutmaßliche IS‐Anhängerin und Deutsch‐Marokkanerin im Irak. […] Die Deutschen hoffen dennoch, dass das Urteil in der zweiten Instanz zu einer Gefängnisstrafe abgemildert wird. In Verhandlungen über künftige Aufbauhilfen könnte man nach der Wahl dann über eine Auslieferung der Frauen reden.

Nein? Welche »Deutschen« hoffen das? Also ich will sie hängen sehen! Nach Möglichkeit live. Überhaupt, was maßen »wir« uns an, uns in das Leben anderer Menschen einzumischen, die jetzt endlich nach eigenem Wunsch »frei unter der Scharia« leben (wenn auch nicht mehr lange) und folglich in den Genuss traditionell orientalischer Strafmaßnahmen kommen? Wir sollten uns von diesem chauvinistischen, spätkolonialen Denken lösen. Wir wissen nicht alles besser. Die machen das schon. Man muss sie nur lassen.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-todesurteil-gegen-deutsche-is-anhaengerin-lamia-k-a-1189870.html

Weiterlesen

Navigationsprobleme bei N‐TV

In Ländern wie Dänemark, Skandinavien und Kanada, die der Bundesrepublik kulturell, politisch und gesellschaftlich nahe stehen, ist eine Regierung mit wechselnden Mehrheiten längst parlamentarischer Alltag. […] Ohnehin müsste eine Minderheitsregierung in der Bundesrepublik nicht vier Jahre halten. Nach einer Übergangsphase von zwei Jahren könnte es Neuwahlen geben — mit der Aussicht auf neue Mehrheiten.

Wenn man als Redakteur im Ressort Politik über ausländische Parlamente schwadroniert und nicht mal die europäische Landkarte richtig deuten kann… Großes Kino, Christian Rothenberg von n‐tv, großes Kino! Es ist übrigens vorgesehen, dass jegliche Regierung in der Bundesrepublik vier Jahre hält.

(Das wird sie natürlich nicht, aber sollte sie theoretisch zumindest. Sonst können wir auch gleich Neuwahlen ansetzen und müssen nicht zwei weitere Jahre verplempern!)

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Fuer-eine-grosse-Minderheitsregierung-article20156332.html

Weiterlesen

Weltwunder am Samstag: Meuthen will die Bundesregierung entsorgen.

Natürlich war es nicht die Intention der WELT, mir mit diesem Artikel [1] den Tag zu versüßen — ganz im Gegenteil. Aber er kann immer noch als gutes Beispiel dafür herhalten, was genau nicht mehr mit dem Journalismus stimmt. Früher hätte man so ein Pamphlet als »Meinung« oder »Kommentar« gekennzeichnet und sich zumindest formal davon distanziert. Heute tarnt es sich als neutrale Berichterstattung. Schauen wir uns das, zumindest auszugsweise, mal im Detail an:

Weiterlesen
Menü schließen