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Tatort Leibzsch, oder: Wer hat nicht mein Häuschen abgefackelt?

Von einer »überraschenden Wende bei den Ermittlungen« im Fall des dramatischen Leipziger Hausbrandes im März berichtet Tag 24 — dabei gibt es vier Monate später weder entlastende Erkenntnisse, noch ist das Todesopfer wieder auferstanden. Das Landgericht hat einfach nur den einzig plausiblen und zurecht dringend Tatverdächtigen, einen »syrischen Flüchtling« auf Drogen, laufen lassen. Das ist überraschend. Oder so.

Den eigenen Artikel nicht verstanden

»Bei einem Haftprüfungstermin am Freitag hob die für Kapitalverbrechen zuständige Strafkammer des Landgerichts den Haftbefehl auf. Begründung: Die Staatsanwaltschaft konnte keinen harten Beweis erbringen, der den Tatverdacht gegen M. begründet. Allein das merkwürdige Verhalten des damals unter Drogen stehenden Syrers reichte den Richtern nicht aus«, berichtet Tag 24. [1]

Das Gericht hält ihn nicht für »offenbar unschuldig«, wie es dieses Wurstblatt formuliert, es bemängelt lediglich die schlampige Arbeit der Staatsanwaltschaft. Und hat damit, zumindest formal, irgendwie recht: Einfach den einzigen Bewohner festhalten, der sich zum Tatzeitpunkt nicht nur vor dem brennenden Haus aufge‐, sondern auch »auffällig« ver‐halten hat — das geht nicht. Nur weil er unter Drogen stand. Und einer zündelfreudigen Personengruppe angehört. [2]

Das bisschen Rauch…

Besonders problematisch dabei ist, dass sich der mutmaßliche Täter mit dem Flüchten bereits auskennt. Im Klartext: Sollte die Staatsanwaltschaft doch irgendwann ihre Hausaufgaben richtig machen, dürfte der einzige Verdächtige mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auffindbar sein! Denkbar, dass die Richter diese Möglichkeit aus unerfindlichen Gründen von vornherein ausschließen können.

Generell scheint das Thema »Feuer« der Leipziger Justiz nicht so sehr unter den Nägeln zu brennen; selten gibt es heiße Spuren [3][4], und in den Einzelfällen, wo anstelle »spontaner Selbstentzündung« überraschend doch humanoide Täter präsentiert werden, fallen die Urteile eher lauwarm aus. [5] Ob da gewisse Sympathien eine Rolle spielen oder ob es daran liegt, dass auch Justitia nur ungern in einem brennenden Bett aufwacht, ist freilich pure Spekulation.

Beging der Täter Feuer‐Suizid?

Aber vielleicht war es der arme »Syrer« wirklich nicht. Tag 24 schreibt: »Zudem wollen zwei Zeugen bei Ausbruch des Brandes eine Frau in der Nähe der Ausbruchsstellen gesehen haben. Auch die Auffindesituation der Toten gibt der Kripo Rätsel auf. Wie TAG24 aus Ermittlerkreisen erfuhr, war um den Hals der Frau ein Elektrokabel geschlungen. Auch wollen Zeugen kurz nach Ausbruch des Brandes den Lichtschein einer Taschenlampe in der Wohnung der Toten wahrgenommen haben.«

Da ist erstaunlich viel »Wollen« im Spiel. Und ich glaube denen wirklich, dass sie das wollen. Aber haben sie? Dem »Syrer« zumindest scheint nichts dergleichen aufgefallen zu sein, obwohl er sich zur fraglichen Zeit vor dem Haus aufhielt. Was bedeuten würde, dass der/die Täter sich noch während des Brandes im Haus befanden. Eine recht tollkühne These, wenn man bedenkt: »Das Feuer war […] im Erdgeschoss […] ausgebrochen. Die Flammen bahnten sich schnell ihren Weg bis ins Dachgeschoss, versperrte vielen den Fluchtweg.« [6]

Und nicht nur Flammen versperrten den Fluchtweg: »Nachdem der Brand kurz vor 23 Uhr im Treppenhaus ausgebrochen war, dauerte es nicht lange, bis dichter Rauch das Treppenhaus unpassierbar machte. Laut Zeugen brannte ein Mülltonne im Treppenhaus, außerdem soll der Fluchtweg durch einen großen Gegenstand blockiert worden sein.« [7] Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich der Täter unter den überlebenden Hausbewohnern befindet, hätte er sich entweder sehr dumm angestellt oder eine verdammt hohe Wette auf sein eigenes Leben abgeschlossen.

Da bleibt ja eigentlich nur…

Tja. Jetzt überlegen wir mal. Wer hat sich noch auffälliger benommen als der mutmaßliche Täter? Wer ist kurz nach Ausbruch des Brandes in seiner Wohnung (in der man von dem Brand noch nichts wissen konnte) ohne ersichtlichen Grund mit einer Taschenlampe herum gerannt und hat sich ein Kabel (zum Abseilen?) über die Schulter geworfen? Welches Geschlecht hatte die Person, die in der Nähe der Ausbruchsstellen gesehen wurde?

Klarer Fall: Die Tote wars! Das geplante Opfer? Natürlich der »Syrer«! Warum? Wer weiß, vielleicht hat sie darauf spekuliert, dass er auf der Straße von den Trümmern des brennenden Hauses erschlagen wird. Warum hätte sie sonst die Eingänge verrammeln sollen? Und um den Verdacht von dieser abscheulichen fremdenfeindlichen Tat abzulenken, mussten halt auch ein paar deutsche Haustiere dabei draufgehen. [8] Der perfekte Plan!

Dass sie bei ihrem Fluchtversuch in der dunklen Wohnung gestolpert ist und von dem Kabel erdrosselt wurde, war vermutlich ein tragischer Unfall. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt! Oder in Wohnmobilen. Wenn man nur lange genug in der Asche herum stochert, findet sich vielleicht sogar noch eine Verbindung zum NSU. Klingt verrückt? Leute, wir reden hier über Leipzig…

[1] https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-wende-im-fall-der-feuerkatastrophe-von-volkmarsdorf-verhafteter-syrer-ist-offenbar-unschuldig-688083
[2] https://www.google.de/search?q=fl%C3%BCchtlinge+z%C3%BCnden
[3] https://www.google.de/search?q=leipzig+auto+brandanschlag
[4] https://einprozent.de/blog/linksextremismus/antifa-brandanschlag-auf-alex-malenki-wir-helfen/2202
[5] http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Angriff-auf-Leipziger-Polizei-Haft-fuer-Raedelsfuehrer
[6] https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-volkmarsdorf-wurzner-strasse-flammen-drama-brandopfer-tod-tot-lebensgefahr-feuer-499070
[7] https://www.tag24.de/nachrichten/feuer-drama-von-leipzig-wurzner-strasse-polizei-nimmt-syrer-32-fest-493776
[8] https://www.tag24.de/nachrichten/leipzig-polizei-feuerwehr-brand-flammen-wohnhaus-17-verletzte-krankenhaus-sprungtuch-loeschen-492112