Umtausch ausgeschlossen: Halbierte Gefährder und andere Geschenke.

Umtausch ausgeschlossen: Halbierte Gefährder und andere Geschenke.

»In Deutschland werden derzeit etwa 720 Personen als sogenannte islamistische Gefährder geführt. Bei etwa der Hälfte liegt aber womöglich kein besonderes terroristisches Risiko vor. Das berichten die Süddeutsche Zeitung sowie der NDR und WDR unter Berufung auf eine Untersuchung durch die Polizeibehörden der Länder und das Bundeskriminalamt. Demnach gilt allerdings auch eine fast gleich große Gruppe als hochgefährlich.« [1]

Eine Denksportaufgabe, sehr schön. Wie hoch ist die Anschlagsgefahr, wenn die Hälfte der Gefährder nur halb so gefährlich und die andere Hälfte doppelt so gefährlich ist, wie gedacht? Wann wird die hochgefährliche Untergruppe unschädlich gemacht? In welche der beiden Kategorien wurde der Attentäter vom Weihnachtsmarkt 2016 eingeordnet? Wurde er überhaupt? Fragen über Fragen. Gefährder… woran erinnert mich das? Ah, das:

»Der Innenminister sagte am Donnerstag, dass eine stabile Politik nötig ist, um Deutschland sicher zu machen. Die Zahl der Gefährder sei so hoch wie nie. […] Mit Blick auf die möglichen Gespräche zwischen Union und SPD über eine weitere große Koalition sagte de Maizière: ›Wenn sie zum Erfolg führen, ist es gut für unser Land.‹ « [2]

Schon praktisch. Die Zahl der Gefährder ist zwar so hoch wie nie (»Erfolgsbilanz« der bisherigen GroKo), was dann absurderweise als Begründung herhalten muss, es wieder mit so einer Koalition zu versuchen — aber zum Glück ist die Hälfte gar nicht so gefährlich. Halbiert sich damit auch der Wunsch nach einer neuen GroKo? Ich bin grad ernsthaft verwirrt. Zum Glück bin ich damit nicht allein:

»Ein Jahr nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit Hinterbliebenen getroffen. Manchen Angehörigen kommt das viel zu spät.« (Echt? Undankbares Pack!) »Die Lage der Opfer solle nun ›mit aller Kraft‹ verbessert werden, sagte Merkel. Das gelte auch für all die Fragen um den Attentäter Anis Amri.« [3]

Ich habe ja gewisse Zweifel, dass sich Anus Amris Lage noch mal wesentlich verbessert, aber gut. Die Opfer allerdings haben jetzt ernsthaften Grund zur Sorge: Das letzte Mal, als Merkel eine »Kraftanstrengung« angekündigt hat, ist die Abschiebequote in den Keller gerauscht. [4] Hätte sie gesagt »Ach, wissen Sie was, ich mache einfach gar nichts!« — DAS würde mich beruhigen. Vielleicht käme dabei versehentlich etwas Sinnvolles heraus, man weiß es nicht. A propos Opfer, die polnischen Eltern des ermordeten LKW‐Fahrers sind wenig zimperlich mit ihrer Kritik:

»[…] ›Ich möchte Frau Merkel sagen, dass sie das Blut meines Sohnes an ihren Händen hat‹, sagte Janina Urban. Vater Henryk Urban nannte die deutschen Behörden ›respektlos‹, niemand habe sich entschuldigt. Zu dem Entwurf eines Denkmals, einem Riss in den Stufen am Tatort und den Namen der Opfer auf den Stufen, sagte er: ›Was für ein Symbol soll das sein – ein Name auf einer Treppe?‹ « [5]

Natürlich nicht. Meine persönliche Theorie ist ja, dass sie eines Morgens aufwachen und es steht der demolierte LKW hochkant im Vorgarten. Aufgestellt mit freundlichen Grüßen vom Dresdner Bus-»Künstler« und dem Zentrum für politische Schnappatmung. Der Spediteur sitzt nach wie vor auf seinem Verlust und versteht nicht, warum so ein reiches Land wie Deutschland nicht mal eine angemessene Entschädigung auf die Reihe bekommt. Dabei liegt die Antwort auf der Hand. Das Geld wurde bereits ausgegeben, und zwar hier:

»Eine Gruppe Asylsuchender wurden am Montag direkt von Afrika nach Frankreich gebracht. Das Land hatte sich verpflichtet, 3000 von ihnen aufzunehmen. Teil dieser neuen Flüchtlingsinitiative ist auch Deutschland. […] Merkel: ›Bei Menschen, die zu uns aus wirtschaftlichen Gründen kommen wollen, geht es natürlich darum, dass diejenigen kommen, die wir brauchen, Pflegekräfte beispielsweise.‹ « [6]

Macht Sinn. Die können ja dann die vielen Ärzte ergänzen, die bisher hier aufgelaufen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Markt für Ingenieure, Wissenschaftler und Pflegekräfte in Afrika total gesättigt ist. Ist ja auch blöd, wenn man als frisch gebackener Arzt beispielsweise von der Schamanen‐Uni kommt, hochmotiviert in die nächste Stadt fährt und dann reiht sich da schon eine Privatpraxis an die nächste, umringt von Pflegekräften, die nach Feierabend Atomphysik studieren.

Ich möchte diesen eher deprimierenden Artikel natürlich nicht so trostlos enden lassen. Es ist ja nicht alles schlecht. Österreich hat heute eine Regierung festgezurrt, für die ich mir am liebsten noch zusätzliche Finger wachsen lassen würde, um mehr als zehn lecken zu können. Vizekanzler, Außenministerium, Innenministerium, Verteidigung, Infrastruktur, Soziales… alles FPÖ. Klingt nach einem starken Team für erfolgreiche Remigration. Das sollten wir uns nächstes Jahr auch zu Weihnachten wünschen!

Hoffentlich richtet Österreich ein Überflugverbot für Neubürgertransporte nach Deutschland ein…

[1] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017–12/terrorismus-gefaehrder-radar-ite-bundeskriminalamt
[2] https://dunkeldeutschland.blog-net.ch/2017/11/30/bock-bewirbt-sich-erneut-als-gaertner/
[3] http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017–12/anschlag-breitscheidplatz-angela-merkel-opfer-einsatz
[4] http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/abschiebungen-merkel-kuendigte-nationale-kraftanstrengung-an-aber-es-werden-immer-weniger-abgelehnte-abgeschoben-a2243556.html
[5] https://www.welt.de/politik/deutschland/article171704233/Terroranschlag-in-Berlin-Merkel-hat-Blut-meines-Sohnes-an-den-Haenden.html
[6] https://www.welt.de/politik/ausland/article171710445/Neue-Initiative-Fluechtlinge-werden-aus-Afrika-direkt-nach-Frankreich-gebracht.html

Sina Lorenz

Patriotische Libertäre mit Tendenz zu geistigen Amokläufen.
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