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Seine Name ist Hase. George Hase.

»Der amerikanische Milliardär George Soros hat die gegen ihn von der Regierung Viktor Orbáns in seinem Geburtsland Ungarn eingeleitete Kampagne als einen Versuch gewertet, die Wähler zu betrügen und an der Macht zu bleiben«, berichtet neben vielen anderen Medien SPUTNIK [1]. Solch unkritisches Nachgeplapper aus Moskau verwundert, immerhin hat »die Spinne« auch schon Moskau mit Anlauf ins syrische Müsli gespuckt.

»Soros beschloss nach eigenen Worten, sein Schweigen zu brechen, nachdem Ungarns Behörden die Einleitung von Ermittlungen in Bezug auf die Tätigkeit oppositioneller Gruppen verkündet hatten, die zum sogenannten Soros‐Netzwerk gehören. ›Ich habe nicht mehr schweigen können, da ich befürchte, dass die jüngste Meldung über die Einleitung von Ermittlungen durch die ungarischen Geheimdienste bedeutet, dass nicht nur die Organisationen gefährdet sind, sondern auch ihre Führung Verfolgungen ausgesetzt sein kann‹, erklärte Soros.«

Ja, das ist oft so bei strafrechtlichen Ermittlungen. Möglicherweise ist George Soros durch seine langjährige Verwicklung in dubiose Machenschaften nicht mehr daran gewohnt, dass man dafür tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Das allerdings ist eine schöne rechtsstaatliche Tradition. Wie in vielen Bereichen geht auch hier Ungarn mit gutem Beispiel voran und es bleibt zu hoffen, dass dies andere europäische Völker inspiriert und motiviert. Damit endlich die Strippenzieher all der überfinanzierten Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Lobbyisten »verfolgt« werden, die unseren Kontinent in ein Irrenhaus verwandeln. Allen voran »Mastermind« Soros höchst selbst.

»Eigenen Worten zufolge erachtet er es als notwendig, zu reagieren, um die Menschen zu schützen, die ›vieles riskieren, um die europäischen Werte vor Verfolgungen zu verteidigen‹. ›Die Tatsache, dass die Regierung bestrebt ist, ihre Macht zu erhalten, indem sie Hass entfacht und die Bevölkerung irreführt, ist eine wahre Tragödie für Ungarn‹ so Soros weiter.«

Moment, ich bin verwirrt… Ungarn schützt doch in besonderer Weise die europäischen Werte und bietet sogar Menschen Zuflucht, die deshalb in anderen Ländern verfolgt werden. Beispielsweise, nachdem sie Opfer einer von Soros finanzierten Hasskampagne geworden sind. Ich erinnere mich da spontan an die im Sommer von »Hope not Hate« (Orwell hätte seine Freude daran!) verbreitete Hetze gegen die Mission »Defend Europe«; deren Ziel es war, die Schlepper‐Tätigkeit der von Soros finanzieren NGOs im Mittelmeer anzuprangern und zu unterbinden. Dem planmäßigen Hass folgten alsbald Taten, die Leib und Leben der größtenteils unpolitischen asiatischen Crew in Gefahr brachten. Und das Monate über das Missionsende hinaus.

»Wie der Milliardär zugab, habe er Orbán, der Ende der 1980er Jahre ein Mitbegründer der antikommunistischen Allianz junger Demokraten gewesen sei, seinerzeit unterstützt. Allerdings habe sich Orbán, wie Soros sagte, seitdem stark verändert und sich aus einem Kämpfer gegen das Regime in den ›Führer eines mafiösen Staates‹ verwandelt.«

Eine interessante Anschuldigung vom Führer eines mafiösen Netzwerks zwielichtiger Organisationen, die sich weltweit für die Zerrüttung bestehender Staaten und die dadurch verursachte »Mobilisierung« entwurzelter Menschen einsetzen. Wäre es denkbar, dass sich nicht Orbán zum Schlechten verändert hat, sondern Soros? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist mir Orbán bisher nie negativ als Globalist aufgefallen, der die Errichtung eines weltweiten MultiKulti‐Superstaates vorantreibt. Ganz im Gegenteil eigentlich. Er kämpft gewissermaßen immer noch gegen den Kommunismus.

»Laut Soros sollten die Regierungen der EU‐Länder härter auf Orbáns Handlungen reagieren, welche die Bürgergesellschaft gefährden, da es Anzeichen dafür gebe, dass ›das in Ungarn existierende Regime zu weit gegangen ist‹.«

Na das wird interessant. Die Regierungen anderer EU‐Länder, die durch ihre Handlungen die Bürgergesellschaft gefährden, sollen Orbán bestrafen, weil er sich dem verweigert? Was soll das werden? Hatten wir schon zu lange keinen Krieg mehr in Europa? Soros ist natürlich nicht dumm; er weiß, was er da für einen Stuss verbreitet. Wäre er dumm (und mittellos), könnte man ihm das nachsehen. Leider ist er ein unausstehlicher alter, stinkreicher Sack, der durch seine Einflussnahme bewusst die Zukunft unseres Kontinents aufs Spiel setzt. Ich könnte es höflicher formulieren, aber ich mag nicht. Beispielsweise:

»Anfang Oktober hatten die Behörden den Bürgern Ungarns acht Millionen Briefe mit einer Beschreibung des sogenannten Soros‐Planes geschickt, in dessen Rahmen der Milliardär — nach der Version der ungarischen Behörden — das Land (und Europa insgesamt) mit Migranten zu ›überfluten‹ beabsichtige, indem er die EU‐Länder nötige, für den Unterhalt der ungebetenen Gäste zu sorgen.«

Genau sowas. Oder das da:

»Später sprach auch Premierminister Viktor Orbán von ›Soros‐Truppen‹, die die Machtorgane der EU und die oppositionellen Parteien Ungarns zwecks des Voranbringens ›globalistischer Werte‹ und unter Nutzung ›sowjetischer Agitprop‐Methoden‹ infiltrieren würden.«

Ja, weil er das halt tut. Wer sich unter »Agitprop‐Methoden« nichts vorstellen kann, dem sei die (gerade rechtzeitig und zufällig jetzt) erschienene ZDF-»Reportage« mit dem schönen Titel »Unterschlupf in Ungarn« [2] ans Herz gelegt. Also natürlich nur, falls es sich nicht um ein schwaches Herz handelt. Wer sich vor Augen führt, dass er diesen Müll mit seinen Zwangsgebühren mitfinanziert, könnte durchaus Probleme mit dem Blutdruck bekommen. Mehr als sonst.

»Soros hatte einen Monat lang nicht auf die Forderungen der ungarischen Behörden reagiert, doch am 20. November ist auf seiner Seite eine offizielle Erklärung aufgetaucht, in der er die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurückweist. In dem Dokument heißt es insbesondere, dass Soros nie dazu aufgerufen habe, die strafrechtliche Verantwortung für die von Migranten verübten Verbrechen zu mildern.«

Freilich, er ist ja nicht bescheuert. Es wird sicherlich kein mit »Soros« unterzeichnetes Geheimprotokoll der Bilderberger‐Konferenz auftauchen, in dem das wörtlich so steht. Muss es auch gar nicht. Da reicht schon das zaghafte Aufdröseln seines weitverzweigten Stiftungs‐Netzwerkes, das genau solch eine Politik vorantreibt. Alle sind Opfer. Außer die Täter. Auf »kulturelle Unterschiede« muss man Rücksicht nehmen. Außer auf unsere, denn wir haben ja keine Kultur. Alle Menschen sind gleich. Außer weiße, alte Männer. Die sind von Geburt an böse. Soros’ »offene Gesellschaft« ist für alle offen, solange sie seiner Meinung sind. Schöne neue Welt. Verarschen kann ich mich alleine!

So Leute wie Stalin, die konnte man noch respektieren. Natürlich waren die auch scheiße, aber sie haben wenigstens gesagt, was sie wollten. Krypto‐Kommunisten vom Schlage Soros sind viel gefährlicher. Stacheldraht, Folter und Kalaschnikow verstehen auch ausgesprochen dumme Menschen. Gegen dieses 1984er Toleranz‐ und Freiheitsgeschwurbel ultralinker Turbokapitalisten, die nicht herumschreien, sondern scheinbar rational und sanft vom »Fortschritt« sprechen, braucht es leider sehr viel mehr Aufklärung und Bildung. Und natürlich Verfolgung. Strafverfolgung. Jede Menge Strafverfolgung.

[1] https://de.sputniknews.com/politik/20171120318367174-soros-bricht-sein-schweigen-wasesungarn-vorwirft/
[2] https://www.zdf.de/politik/auslandsjournal/unterschlupf-in-ungarn-vom-16-november-2017–100.html