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10% kriminelle Polizisten sind okay?

Nachdem in den letzten Tagen bereits die Nachricht für verständliche Unruhe sorgte, kriminelle arabische Großfamilien würden gezielt Nachwuchs bei der Berliner Polizei einschleusen und dabei auch erhebliche praktische Probleme bei der Ausbildung zur Sprache kamen [1], hat nun offenbar der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, im ZDF-Morgenmagazin versucht, die medialen Wogen zu glätten. Mit Dynamit. Schauen wir uns das mal im Detail an.

»Dazu versuchten sie, ›bestimmte Familienangehörige von Straftaten frei zu halten‹, um sie dann im öffentlichen Dienst unterbringen zu können«, zitiert ihn der FOCUS. [2]

Stopp. Mal ganz langsam. Das heißt mit anderen Worten: da sind ganze Großfamilien kriminell und halten nur einzelne Mitglieder von Straftaten ab, um sie bei der Polizei unterbringen zu können? Sollte uns nicht schon der erste Teilsatz irgendwie beunruhigen?

»Hier müsse man genau aufpassen. Andererseits dürfe aber auch niemand nur wegen seines Namens von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden, so Pfalzgraf im ZDF-Morgenmagazin.«

Natürlich nicht. Nur weil jemand Capone heißt, darf man ihn ja nicht gleich von der Bekämpfung der Mafia ausschließen. Macht total Sinn… Übrigens, es geht nicht »nur um den Namen«, sondern um das Umfeld, zu dem dieser Name gehört! Wurde der Mann zur Gewerkschaft strafversetzt?

»Der Verdacht, dass kriminelle Clans die Polizei zu unterwandern versuchen, war in den vergangenen Tagen im Zuge der Vorwürfe gegen die Berliner Polizeiakademie laut geworden. Demnach sollen dort Polizeischüler mit Migrationshintergrund durch Hass, Lernverweigerung und Gewalt in einer Klasse aufgefallen sein.«

Schade eigentlich, dass sie nicht durch rechtsextremes Gedankengut aufgefallen sind. Ich wette, da wäre bereits die Frage aufgetaucht, wie »so jemand« eine Waffe in die Hand bekommt. Und Uschi wäre gleich mal mit’m Panzer vorgefahren, um den Laden aufzuräumen, Zuständigkeit hin oder her.

»Polizeigewerkschafter Pfalzgraf sprach von ›Einzelfällen‹, denen man aber nachgehen müsse. ›Die Wahrheit muss auf den Tisch‹, sagte er und betonte zugleich:«

Ich mache es spannend. Aber mal ernsthaft, was genau hätte er auch sonst sagen sollen? »Ach, das sind nur Einzelfälle, denen gehen wir nicht extra nach. Wir würden das eigentlich lieber unter den Teppich kehren.«? Okay, kommen wir zur Betonung:

« ›Zu weit über 90 Prozent läuft die Ausbildung reibungslos.‹ Pfalzgraf sprach sich dafür aus, die Einstellungskriterien für die Polizei zu überprüfen.«

Wie, nur weil jetzt rausgekommen ist, dass 10% faule Eier im Körbchen liegen? Ist das nicht total hysterisch? Und wenn man nicht vom Namen (Umfeld) ausgehen kann oder eine gewisse Eignung voraussetzen darf, welche Kriterien bleiben denn dann noch übrig? Immerhin:

»Die Vorwürfe gegen die Polizeiakademie sollten nicht von dieser selbst, sondern von einer Taskforce aufgeklärt werden.«

Echt? Na, das ist ja mal ein gewiefter ermittlungstechnischer Ansatz! Raffiniert, im Normalfall würde man ja die Betroffenen in eigener Sache ermitteln lassen… Ist der Pfalzgraf wirklich bei der Polizei oder schaut er nur gerne den »Tatort«?

Dieses Land ist so am Arsch.

[1] https://dunkeldeutschland.blog-net.ch/2017/11/04/hoher-migrantenanteil-berliner-polizei-senkt-ausbildungsniveau/
[2] http://www.focus.de/politik/videos/sie-verfolgen-eine-perfide-strategie-deutliche-hinweise-polizeigewerkschafter-gibt-unterwanderung-durch-clans-in-berlin-zu_id_7817815.html