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Nov 02 2017

30.000 Einzelfälle „verschwunden“

Behörden wissen nichts über den Verbleib von 30.000 abgelehnten Asylbewerbern […] „Es kann nicht ausgeschlossen werden“, erklärte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der „Bild“-Zeitung, „dass im Ausländerzentralregister registrierte Ausreisepflichtige im Einzelfall möglicherweise bereits ausgereist oder untergetaucht sind, ohne dass die zuständige Ausländerbehörde hiervon schon Kenntnis bzw. den Sachverhalt an das AZR gemeldet hat.“

Mit anderen Worten: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Behörden nicht nur nicht wissen, wer diese Leute eigentlich sind, sondern auch wo. Oder ob. Und wenn ja, warum… Was für ein Armutszeugnis im Mutterland der Bürokratie! Es gab im ersten Halbjahr 2017 übrigens 16.700 freiwillige Ausreisen und 12.500 Abschiebungen, in Summe also 29.200 korrekt Verschwundene. Das sind ca. 13 Prozent der (bekannten) Ausreisepflichtigen und gefühlte 1 bis 4 Prozent der tatsächlich illegal im Land befindlichen Ausländer. Ich kann nicht ausschließen, dass die 30.000 Verschwundenen angesichts dieser peinlichen Zahlen die „nationale Kraftanstrengung“ (O-Ton Merkel) selbst in die Hand genommen haben. Ich kann auch nicht ausschließen, dass es den Osterhasen wirklich gibt. Vielleicht sollten die zuständigen Behörden mal ihre Jobs mit den GEZ-Eintreibern tauschen — das brächte für alle entspanntere Resultate.

Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/abgetaucht-ausgereist-behoerden-wissen-nichts-ueber-den-verbleib-von-30-000-abgelehnten-asylbewerbern_id_7790659.html