«

»

Sep 27 2017

Polizeilicher als die Polizei erlaubt

Leipzig. Noch bevor er seinen Asylantrag stellte, geriet er das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt: Ein 19-jähriger Libyer ist innerhalb weniger Wochen teilweise fast täglich bei Straftaten erwischt worden. Nach mindestens 26 Delikten seit Mitte Juli kam er, wie berichtet, nun hinter Gitter.

Das ist übrigens nicht die Nachricht. Nach einer beeindruckenden Serie von Straftaten wurde der junge Mann nun ENDLICH, zumindest vorübergehend, aus dem Verkehr gezogen. Und nun beginnt das eigentliche Drama: „Ob es sich bei den Diebstählen und Raubstraftaten um angemessene Begrüßungshandlungen gegenüber der Bevölkerung handelt, werden die Opfer mit Sicherheit zu verneinen wissen“, fügte Behördensprecherin Katharina Geyer an. Wohl wahr.

Eben diese Aussage der Polizeisprecherin verursachte gestern einigen Wirbel, vor allem in den sozialen Medien. Gebrandmarkt wurde sie als „rechtspopulistisch“. Die Polizeidirektion Leipzig entschuldigte sich im Verlauf des frühen Dienstagabends für die Wortwahl. Die Meldung über die Straftaten des 19-jährigen Libyers habe „pauschalisierenden Äußerungen Vorschub geleistet“, hieß es.

Allen Ernstes. Nicht etwa seine Straftaten oder so. Aber die Meldung darüber… Langsam habe ich das Gefühl, dass sich Leipzig als Welthauptstadt des Schwachsinns etablieren möchte. Die Polizei muss sich entschuldigen? Geht’s noch?! Was kommt als Nächstes? Wird dem jungen Mann als Entschädigung für diese traumatisierende Meldung die deutsche Staatsbürgerschaft ausgehändigt?

Quelle: http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Leipzig-Erste-Straftaten-noch-vor-dem-Asylantrag