Deutschland im Dezember. Nervig wie immer, nur halt kälter.

Ich mag grad nicht. Eigentlich sollte ich im Bett liegen, eine schöne heiße Tasse Rum mit einem Schuss Tee in der Hand, und vielleicht würde sich sogar diese eher durchschnittliche Erkältung doch noch als tödlicher Virus entpuppen und mich von dem ganzen Elend erlösen. Passiert natürlich nicht, wäre zu einfach. Stattdessen der übliche Wahnsinn, kein Rum, ich verliere den Überblick über die Wetten in meinem Freundeskreis, welcher Weihnachtsmarkt dieses Jahr zuerst platt gebügelt wird und überhaupt. Schlagzeilen. Jede Menge Schlagzeilen:

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Ein ganz normaler Tag in Deutschland

»Gleich zwei Mal eskalierte die Gewalt in Essen am Dienstagabend: Erst stürmten 20 bis 40 Männer eine irakische Teestube in einem ehemaligen griechischen Restaurant an der auf der Burgrafenstraße / Ecke Franziskanerstraße.« — Soweit noch unverdächtig, wer kennt das nicht: Die Männer ziehen um die Häuser und bekommen urplötzlich tierisch Bock auf Tee. Leider scheint dieser nicht geschmeckt zu haben (oder sie wollten ihn nicht bezahlen) — »Die Männer zerlegten die Teestube regelrecht. Dann flüchteten sie.« [1]

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Europa wird islamisiert, aber alles halb so wild… vermutlich.

Die Tatsache, dass die Anzahl der Muslime in Europa wachsen wird, wird von Rechtsextremen und Rechtspopulisten missbraucht, um auf Kosten einer Minderheit für sich Stimmung zu machen. Selbst im völlig unrealistischen Fall, dass im Jahre 2050 bis zu 20 Prozent der Bevölkerung in Europa dem muslimischen Glauben anhängen würden, dürfte es sich dabei in der Mehrheit nicht um Strenggläubige oder gar Extremisten handeln, die die europäischen Gesellschaften »islamisieren« wollten — genauso wenig wie in der Gegenwart.

Na, dann besteht ja kein Grund zur Beunruhigung. Wie die Süddeutsche es schafft, derartige Prognosen abzugeben, wo sie im gleichen Artikel betont: »Jede der Prognosen ist für sich genommen deshalb nicht realistisch« — dieses Geheimnis wird sie wohl mit ins Grab nehmen. Fakt bleibt: Die Zahlen sind reine Kaffeesatzleserei. Der Alltag in 2017 ist Realität. Reicht.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/pew-studie-zahl-der-muslime-in-europa-wird-deutlich-zunehmen‑1.3772607

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USA: Reisewarnung für Europa

Das US-Außenministerium hat eine offizielle Reisewarnung für Europa ausgesprochen. US-Bürger sollen demnach auf Festen und Veranstaltungen wachsam sein. Vor allem in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel sei die Terrorgefahr erhöht.

Ich weiß, was ihr jetzt denkt, aber kein Grund zur Sorge! Das gilt nur für US-Bürger…

Quelle: https://www.derwesten.de/politik/terrorgefahr-usa-warnen-buerger-vor-reisen-nach-europa-id212572563.html

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Fesselspiele am Hamburger Flughafen

Im Billigflieger auf und davon — trotz Fußfessel: Er wurde lückenlos überwacht und konnte sich doch über den Hamburger Flughafen absetzen. Ein mutmaßlicher Terrorist aus Syrien ist nach SPIEGEL-Informationen durch alle Sicherheitskontrollen spaziert. Wie ist das möglich?

Tja. Wie ist das möglich? Wie ist es möglich, dass ein mutmaßlicher syrischer Terrorist überhaupt in Deutschland herumläuft und problemlos ein Flugzeug besteigen kann? Es ist ja nicht so, dass das eine technische Frage wäre. Wobei man sich natürlich über den Nutzen einer elektronischen Fußfessel generell streiten kann (bzw. jetzt eher nicht mehr, danke für das anschauliche Beispiel!). Wirklich zuverlässig funktioniert übrigens nur eine analoge Kopffessel.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/terrorismus-gefaehrder-fliegt-trotz-fussfessel-ins-ausland-a-1178292.html

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Endlich: Barbie verschleiert!

Die Barbie geht mit der Zeit: US-Hersteller Mattel hat die Fertigung einer Puppe angekündigt, die nach der US-Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad entworfen wird. Die Muslimin trägt Kopftuch. […] Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. „Ich bin stolz zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt.“ Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad.

Super. Damit wird für viele kleine und große Mädchen ein Kindheits-Alptraum wahr. Hoffentlich gibt es auch bald einen passenden »Ken« mit Bart, Nachthemd und Bombengürtel. Wir wollen ja nicht, dass Barbie beim Spielen von einem Ungläubigen gesteinigt wird…

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article170585957/Mattel-praesentiert-Barbie-mit-Hidschab.html

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Frauke, Sina und Pinocchio.

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, Frauke Petry nach ihrem ähm… unorthodoxen Abgang aus der AfD keine weitere Bühne zu bieten. Zu dem Thema war eigentlich alles gesagt. Leider (man hätte es ahnen müssen) konnte sie der Versuchung nicht widerstehen, im TAGESSPIEGEL [1] ihrer ehemaligen Partei eine reinzuwürgen. Oder zwei. Oder drei.

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Ja, Kopftücher sind absetzbar…

Ja, Kopftücher sind absetzbar…
Derweil irgendwo im Iran (dort gefährlich!)...

»Zunächst ›Hut ab‹ vor der Würzburger Professorin Gisela Müller-Brandeck-Bocquet: Sie hat Größe gezeigt und sich offen vor ihre Studenten und auch die anwesende Presse gestellt. Sie hat sich dafür entschuldigt, dass sie eine Muslima aufgefordert hatte, ihr Kopftuch in der Vorlesung abzunehmen.«

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Unbegleitet ja, minderjährig nein.

Der nach dem Mord an einer Studentin in Freiburg angeklagte Flüchtling Hussein K. ist wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge älter als 21 Jahre. Die Analyse eines Eckzahnes des Angeklagten habe ergeben, dass Hussein K. 25 Jahre alt ist […] Hussein K. kam im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland und galt als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling.

Frei nach Loriot: »Ach was!« Können wir dann nun ENDLICH mal das tatsächliche Alter von jedem papierlosen Minderjährigen genauer unter die Lupe nehmen? Ich würde mit den Rauschebärten anfangen. Mensch, hoffentlich wird der Artikel nicht im Ausland publik, sonst kommen nur noch zahnlose Kinder…

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-gutachterin-hussein-k-ist-jahre-alt‑1.3738990

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Halbmond überm Klettergerüst.

Direkt daneben befindet sich ein nagelneuer, hübsch anzusehender Kinderspielplatz. […] Die Kosten werden mit 220.000 Euro angegeben. Sein Motto: Ali Baba, die Figur aus der morgenländischen Märchensammlung »Tausendundeine Nacht«. Gewünscht hatte sich das der rund 400 Meter entfernt gelegene Kinderladen »Ali Baba und seine Räuber«, der sich als »multikulturelle Einrichtung im Kiez« bezeichnet. Nun steht ein freundlicher, kleiner Holz-Ali vor einem Klettergerüst, das stilistisch an einen Basar, eine Moschee oder einen orientalischen Palast erinnern soll. […] Die Leiterin des »Ali Baba«-Kinderladens, Güldane Yilmaz, bedauert es, dass Orte zum Toben für Jungen und Mädchen zum Gegenstand politischer Auseinandersetzung gerieten. Der Halbmond habe keine Bedeutung, sagte die gläubige Muslimin, die Kopftuch trägt, der »Berliner Morgenpost«. Beim Anblick der Kuppel habe sie sich selbst gefreut wie ein Kind. »Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie mit einer Moschee zu verbinden.«

Ich weiß nicht mal, wie ich das kommentieren soll… Hoffentlich entsteht nicht auch noch ein Spielplatz mit tibetanischen Glückszeichen. Ein Klettergerüst, das stilistisch an einen Führerbunker, ein Reichsparteitags-Gelände und ein Vernichtungslager erinnert. Mit einem freundlichen, kleinen Holz-Adi davor.

Quelle: http://www.n‑tv.de/panorama/Maerchenhafter-Spielplatz-wird-Hassobjekt-article20117757.html

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