Lieber rechts offen als Arsch offen

Sascha Lobo: Am 24. September 2017 um 18 Uhr beginnt eine neue Ära. Denn mit der AfD werden Rechtsoffene, Rechte und Rechtsextreme wieder in den Bundestag einziehen. Sie werden damit zwangsläufig Teil der politischen Debatte. Die große Frage: Wie geht man damit um, wenn einem — unabhängig von der politischen Haltung — die liberale Demokratie am Herzen liegt? Denn deren Zerstörung ist das Ziel der AfD.

Allen Ernstes? Der Mann überrascht mich immer wieder. Wo bei anderen das Niveau lediglich in den Keller sinkt, gräbt es sich bei ihm unermüdlich weiter Richtung Erdkern. Auf die Gefahr hin, mich selbst zu zitieren, aber das Ziel der AfD ist die Rettung und Stärkung der Demokratie! Übrigens, da ich den Begriff eben zum ersten Mal lese: Was, bitteschön, sind »Rechtsoffene«? Sind die gleichbedeutend mit »Linksgeschlossenen«?

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/afd-im-bundestag-die-afd-verstehen-ohne-verstaendnis-zu-entwickeln-kolumne-a-1168883.html

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Turnen: Kopfstand mit Frank‐Walter.

Turnen: Kopfstand mit Frank‐Walter.
Ein wenig schlaff: Der Bundesadler. Foto: AFP

»Steinmeier beklagt Einschüchterung und Aggression im Wahlkampf«, titelt die Süddeutsche. [1] Irre, denke ich mir so, ich hatte mich schon gefragt, was aus dem Mann geworden ist, ob er noch lebt und überhaupt. Offenbar hat er aber seine wohltuende Abwesenheit genutzt, um mal intensiv über die Zustände in diesem Land nachzudenken und ist dabei zu (für seine Verhältnisse) überraschenden Erkenntnissen gelangt:

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Wie man zu dem wird, was man eigentlich bekämpfen wollte.

Die Überschrift ist, gebe ich zu, nicht perfekt gewählt. Das Wie ist gar nicht die spannende Frage und leicht erklärt: Menschen sind eben so. Erlangen sie (politische) Macht, werden sie ihr um ihrer selbst willen verfallen und sie um jeden Preis behalten wollen. Macht korrumpiert, das ist keine neue Erkenntnis. Nur, was lernen wir daraus? Lernen wir überhaupt etwas daraus? Scheinbar nicht.

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Warum sie die AfD wirklich hassen, oder: Die haben auch allen Grund dazu!

Wird die AfD vom politischen Gegner und seinen Propaganda‐Organen attackiert, geht es dabei meist um vermeintliche oder echte »Reizthemen« wie Migration, Islam, Ehe, Wehrpflicht, etc. Damit lassen sich Menschen emotional ansprechen und abholen (oder in die politische Wüste treiben, je nach Intention). Dass es in der Politik und im Wahlkampf weder nett noch fair zugeht, ist keine bahnbrechende Erkenntnis.

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