Wer ist in mein Messerchen gelaufen?

»Der Täter habe wohl große psychische Probleme gehabt.« Echt? Meist ist das Blut am Messer noch nicht getrocknet, da sehen geübte Leser schon Täter, Motiv und Tathergang auf dem Silbertablett vor ihrem geistigen Auge vorüber ziehen (und rollen mit selbigem. Also mit dem Auge, nicht mit dem Tablett!). Klarer Fall: Die Deutschen sind zu einem Volk der Hobby‐Forensiker geworden! Warum nur?

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»So schön war 2017«

Dieses Jahr neigt sich ebenso unerbittlich seinem Ende zu wie Merkels Kanzlerschaft und draußen nähert sich die Geräuschkulisse dem passenden Soundtrack für dieses irre Land an. Die Einschläge kommen näher. Offenbar wohne ich in einem Indigenen‐Reservat, in dem die Jahresendpyrotechnik der Einheimischen noch nicht zu ihrem eigenen Schutz konfisziert wird. Weiße Zelte, in denen weißen Frauen die Beichte abgenommen und die Schuld am Trieb »südländischer« Spermaböller einfühlsam übergeben wird, gibt’s hier übrigens auch nicht. Also, noch nicht.

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Ein ganz normaler Tag in Deutschland

»Gleich zwei Mal eskalierte die Gewalt in Essen am Dienstagabend: Erst stürmten 20 bis 40 Männer eine irakische Teestube in einem ehemaligen griechischen Restaurant an der auf der Burgrafenstraße / Ecke Franziskanerstraße.« — Soweit noch unverdächtig, wer kennt das nicht: Die Männer ziehen um die Häuser und bekommen urplötzlich tierisch Bock auf Tee. Leider scheint dieser nicht geschmeckt zu haben (oder sie wollten ihn nicht bezahlen) — »Die Männer zerlegten die Teestube regelrecht. Dann flüchteten sie.« [1]

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