Rentnerin für Pfandflasche verknackt

[…] Dieses Mal griffen die Bahn‐Mitarbeiter härter durch: Sie verständigten die Polizei, Leeb wurde wegen Hausfriedensbruchs angezeigt. Es kam zu einem Strafverfahren, in dem gegen sie eine Geldstrafe von 2000 Euro verhängt wurde. Zuerst hatte die Münchner »tz« über den Fall berichtet. 2000 Euro – viel Geld für die »Beute« im Wert von acht Cent, viel Geld für die 76‐Jährige. Mit dem Pfandsammeln hatte sie überhaupt erst angefangen, um sich die knappe Rente aufzubessern.

Echt mutig, ihr Bahn‐Helden! Anstatt mal das Gesocks wegzuräumen, das da unbehelligt herumlungert, Frauen belästigt und Drogen vertickt. Dafür müsste man allerdings Eier in der Hose haben. Ganz großes Kino. Tja, was soll man der armen Frau nun empfehlen? Sie hat natürlich in jeglicher Hinsicht die Arschkarte: Sie lebt schon länger hier, kommt mit ihrer mickrigen Rente nicht über die Runden und besitzt wahrscheinlich nur eine Identität. Ganz schlechte Karten in Deutschland 2017. Und ich weiß nicht, ob sie es mit dem Rollator noch mal über die Grenze… egal.

Wir machen das mal anders, Vorschlag zur Güte: Die Bahn zahlt für jede Minute Verspätung einfach 2.000 Euro in einen Fonds für Rentner ein. Das sind, mal rechnen, bei 7.974 Stunden Verspätung pro Tag x 365 = 2.910.510 Stunden pro Jahr = 174.630.600 Minuten x 2.000 = 349.261.200.000 Euro. 349 Milliarden Euro. Es gibt so Pi mal Daumen 20 Millionen Altersrentner in Deutschland. Wenn wir das Geld gleichmäßig ausschütten, bekommt jeder davon 17.463 Euro pro Jahr bzw. 1.455 Euro pro Monat. Zusätzlich. Im Gegen‐Zug darf die Bahn jede einzelne Pfandflasche in ihrem Müll behalten. Deal?

Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/article168896572/2000-Euro-Strafe-weil-sie-Pfandflaschen-sammelte.html

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Lieber rechts offen als Arsch offen

Sascha Lobo: Am 24. September 2017 um 18 Uhr beginnt eine neue Ära. Denn mit der AfD werden Rechtsoffene, Rechte und Rechtsextreme wieder in den Bundestag einziehen. Sie werden damit zwangsläufig Teil der politischen Debatte. Die große Frage: Wie geht man damit um, wenn einem — unabhängig von der politischen Haltung — die liberale Demokratie am Herzen liegt? Denn deren Zerstörung ist das Ziel der AfD.

Allen Ernstes? Der Mann überrascht mich immer wieder. Wo bei anderen das Niveau lediglich in den Keller sinkt, gräbt es sich bei ihm unermüdlich weiter Richtung Erdkern. Auf die Gefahr hin, mich selbst zu zitieren, aber das Ziel der AfD ist die Rettung und Stärkung der Demokratie! Übrigens, da ich den Begriff eben zum ersten Mal lese: Was, bitteschön, sind »Rechtsoffene«? Sind die gleichbedeutend mit »Linksgeschlossenen«?

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/afd-im-bundestag-die-afd-verstehen-ohne-verstaendnis-zu-entwickeln-kolumne-a-1168883.html

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Araber würden Merkel wählen

Khaled Diab: Nein, es ist keine Verschwörungsfantasie. Anders als der »Hussein« im Namen Barack Obamas hat Angela Merkel Muhammed nichts damit zu tun, dass die Kanzlerin in Wirklichkeit eine Muslima ist. Besagte Angela ist vielmehr die im August dieses Jahres in Münster geborene Tochter eines dankbaren syrischen Ehepaares […] blah blah blah […] Könnten also angesichts all dieser Resonanz im September Araber an den Bundestagswahlen teilnehmen – es würde wohl einen Erdrutschsieg für Angela Merkel geben.

Danke für die Warnung!

Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017–09/bundeskanzlerin-angela-merkel-araber-fluechtlingsdebatte-wahl/komplettansicht

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Turnen: Kopfstand mit Frank‐Walter.

Turnen: Kopfstand mit Frank‐Walter.
Ein wenig schlaff: Der Bundesadler. Foto: AFP

»Steinmeier beklagt Einschüchterung und Aggression im Wahlkampf«, titelt die Süddeutsche. [1] Irre, denke ich mir so, ich hatte mich schon gefragt, was aus dem Mann geworden ist, ob er noch lebt und überhaupt. Offenbar hat er aber seine wohltuende Abwesenheit genutzt, um mal intensiv über die Zustände in diesem Land nachzudenken und ist dabei zu (für seine Verhältnisse) überraschenden Erkenntnissen gelangt:

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Google behindert AfD‐Wahlkampf

Die AfD klagt, wesentliche Teile ihrer Anzeigenkampagne würden von Google blockiert. »Mit keiner anderen Plattform haben wir Schwierigkeiten«, sagt Kampagnenchef Kunkel. Facebook oder Twitter behandelten die AfD wie ganz normale Kunden. »Aber Google sabotiert uns, benachteiligt uns im politischen Wettbewerb.«

Vielleicht hätte ich auch einen fünfstelligen Betrag in die Hand nehmen sollen, um von Facebook neutral und wie eine ganz normale Kundin behandelt zu werden? Egal. Google mal wieder. Wie überraschend. Es geht übrigens, unter anderem, um den Verdacht (!) von praktiziertem Falschdenk: »Die Videoanzeige und die Werbebanner stünden noch im Verdacht, ›gefährliche und herabwürdigende Inhalte‹ zu publizieren, die nach den Konzernvorschriften verboten seien.« Na dann. Wer solche Konzerne hat, braucht wahrlich keine russischen Hacker, um eine Wahl zu manipulieren…

https://www.merkeldieeidbrecherin.com

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bundestagswahl-2017-afd-wirft-google-sabotage-vor-a-1168618.html

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Wie man zu dem wird, was man eigentlich bekämpfen wollte.

Die Überschrift ist, gebe ich zu, nicht perfekt gewählt. Das Wie ist gar nicht die spannende Frage und leicht erklärt: Menschen sind eben so. Erlangen sie (politische) Macht, werden sie ihr um ihrer selbst willen verfallen und sie um jeden Preis behalten wollen. Macht korrumpiert, das ist keine neue Erkenntnis. Nur, was lernen wir daraus? Lernen wir überhaupt etwas daraus? Scheinbar nicht.

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Gab startet Kartellklage gegen Google

Das soziale Netzwerk Gab.ai beschuldigt Google des Verstoßes gegen die Bundes‐Kartellrechtsgesetze, nachdem der Technologie‐Gigant Gab aus dem Google Play Store geworfen hat. Dies geht aus der am Donnerstag eingereichten Klage hervor. »Google ist die größte Bedrohung für den freien Informationsaustausch«, äußerte Gabs Geschäftsführer Andrew Torba dazu. »Gab begann den Kampf gegen die großen Technologie‐Firmen auf dem freien Markt, und ihr monopolistisches Verhalten hat uns gezwungen, diesen Kampf in den Gerichtssaal zu tragen.« In einer Stellungnahme bezeichnete Google die Klage als »haltlos« und bekundete, seine Entscheidung notfalls vor Gericht zu verteidigen. »Um im Play Store zu sein, müssen Apps sozialer Netzwerke ein ausreichendes Maß an Moderation vorweisen, einschließlich für Inhalte, die zu Gewalt oder Hass gegen Gruppen von Menschen aufrufen«, teilte Google mit. »Der Entwickler kann gerne gegen die Entfernung Einspruch erheben, wenn er die Verstöße gegen unsere Nutzungsbedingungen behoben hat und sich an unsere Entwickler‐Richtlinien hält.«

Dieser Kommentar entbehrt natürlich nicht einer gewissen Süffisanz, wenn man bedenkt, dass Gab als soziales Netzwerk mit dem Leitmotto Meinungsfreiheit angetreten ist. Als Konkurrenz zu den immer zensurwütigeren, marktbeherrschenden Plattformen wie Twitter, Facebook, Google / YouTube, etc. Dabei ist auch Gab keineswegs ein rechtsfreier Raum, wie eindeutig aus seinen Richtlinien hevorgeht. [1] Gab bewegt sich lediglich näher an der von der US‐amerikanischen Verfassung garantierten Meinungsfreiheit. Damit haben einige sensible Leute ein Problem. Was egal wäre, wenn es nicht die selben Leute wären, die ihre erdrückende Marktmacht immer hemmungsloser ausnutzen würden, um missliebige Meinungen auszumerzen… Also das wird interessant, um es mal vorsichtig zu formulieren. Denkbar wäre durchaus, dass Gab den Prozess verliert, das Gericht aber Google dazu verknackt, auf die Mitbewerber (inklusive sich selbst) die selben strengen Regeln anzuwenden. Und dann müsste es sich selbst löschen.

Quelle: https://www.washingtonpost.com/news/the-switch/wp/2017/09/15/gab-is-suing-google-for-allegedly-violating-antitrust-laws/

[1] https://gab.ai/about/guidelines

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Warum sie die AfD wirklich hassen, oder: Die haben auch allen Grund dazu!

Wird die AfD vom politischen Gegner und seinen Propaganda‐Organen attackiert, geht es dabei meist um vermeintliche oder echte »Reizthemen« wie Migration, Islam, Ehe, Wehrpflicht, etc. Damit lassen sich Menschen emotional ansprechen und abholen (oder in die politische Wüste treiben, je nach Intention). Dass es in der Politik und im Wahlkampf weder nett noch fair zugeht, ist keine bahnbrechende Erkenntnis.

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Maulkorb‐Pflicht für Bürgermeister

Mit einem Grundsatzurteil untersagt das Bundesverwaltungsgericht Amtsträgern wie Bürgermeistern, zur Teilnahme an Gegendemonstrationen in ihren Städten aufzurufen. Sollte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) künftig zur Teilnahme an Gegendemonstrationen aufrufen, dann ist das rechtswidrig. Zu diesem Schluss kommt jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Der zehnte Senat musste in einem Fall aus Düsseldorf entscheiden.

Das eigentlich Überraschende an diesem Grundsatzurteil ist, dass es in Deutschland im Jahre 2017 gefällt wurde. Was ist da passiert? Wurde dieses Gericht noch nicht politisch gesäubert? Krass. Vielleicht könnte man bei dieser Gelegenheit auch gleich verbieten, dass Oberbürgermeister medienwirksam an der Spitze zwielichtiger »Demonstrationen« Seite an Seite mit Terroristen‐Verstehern und Extremisten marschieren, den vermummten Gewaltmob im Rücken. Das wirkt nicht gerade vertrauenswürdig und sendet völlig falsche Signale.

Quelle: http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Oberbuergermeister-Jung-darf-nicht-mehr-zu-Gegendemos-aufrufen

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Facebook manipuliert die Wahl. Erneut.

In die Hass‐Blase geraten: Viele Facebook‐Nutzer wundern sich, warum ihnen AfD‐nahe Gruppen vorgeschlagen wurden. […] Wer beispielsweise als Facebook‐Mitglied in diesen Tagen ein Feature namens »Gruppen entdecken« nutzen möchte, findet zahlreiche Kategorien: Sport, Haustiere, Essen. Doch die Kategorie Nachrichten und Politik fehlt; ein Klick auf den früheren Link liefert keine Empfehlungen mehr. Man habe die Funktion »vorübergehend ausgesetzt«, sagte ein Facebook‐Sprecher in dieser Woche.

Unnütz zu erwähnen, dass die ZEIT für diesen wertvollen journalistischen Beitrag den Titel »Hetze mit System« wählte. Zum Glück ist Facebook gerade noch rechtzeitig eingeschritten und hat nach der aktuellen Massen‐Löschwelle regimekritischer Nutzer auch gleich mal das Problem unbequemer Gruppen mit dem Holzhammer entschärft. So langsam müsste das ganze Falschdenk aber weg sein. Nicht, dass da auch noch einer falsch wählt. So, wie in den Online‐Umfragen, die komplett den Meinungsforschern widersprechen… Übrigens, fall sich jemand wundert, warum sich der ganze Beitrag so gruslig und verschwörungstheoretisch liest: Der ARD‐Faktenerfinder hatte natürlich auch die Finger mit im Spiel. Wie hätte es anders sein sollen. Nachdem Facebook schon den US‐Wahlkampf (erfolglos) zum gewünschten Ergebnis manövrieren wollte, haben sie offenbar bei den Wahlen in Frankreich und den Niederlanden dazugelernt und versuchen jetzt ihr Glück in Deutschland. Wird langsam Zeit, dass diese Datenkrake mal einer durch den Kartell‐Fleischwolf dreht.

Quelle: http://www.zeit.de/digital/internet/2017–09/facebook-afd-geschlossene-gruppen-bundestagswahl/komplettansicht

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