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Demographiekratie

»Wem es hier nicht passt, der kann ja gehen!« — Eine Aussage, die klingt, als wäre sie an Zuwanderer gerichtet, die mit Demokratie, säkularem Staat und westlichen Werten generell auf dem Kriegsfuß stehen. Tatsächlich aber gilt diese Forderung den »integrationsunwilligen« Niederländern! Ein Vorgeschmack für Deutschland?

Eigentor auf islamisch

Nicht jeder hat ein Gespür für die Grenzen des Machbaren. Deutschen zu erklären, wie Bratwurst, Fußball oder Autobau zu funktionieren haben, ist generell keine gute Idee! Doch während Aiman Mazyek, seines Zeichens Chef des Zentralrats der Muslime in Deutschland, aktuell »nur« seine Ideen zur Erdogan-konformen Neuordnung der Fußball-Landschaft um die Ohren fliegen [1], ist man bei unserem kleinen Nachbarn am Deich schon viel weiter:

»Der Vorsitzende der niederländischen Migrantenpartei DENK, Tunahan Kuzu, hat Holländer, die Multikulti kritisch gegenüberstehen, zum Verlassen des Landes aufgefordert. ›Wenn ihnen die sich verändernden Niederlande nicht gefallen, in denen Menschen verschiedener Kulturen leben, sollen sie besser abhauen‹, sagte Kuzu in einem Videoblog, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS. Zugleich warf er den autochthonen Holländern vor, die Vorherrschaft in ihrem Land anzustreben«, schreibt die Junge Freiheit. [2]

Was erlauben Mustafa!

Nun möchte ich mir lieber nicht ausmalen, was passieren würde, wenn ich in Ankara lauthals den Türken zum Vorwurf machte, sie würden die Vorherrschaft in ihrem eigenen Land anstreben. Die sofortige Ausweisung in einer Zwangsjacke gehört da noch zu den netteren Ideen, die mir spontan einfallen! Dem Herrn Kuzu passiert in den Niederlanden natürlich nichts dergleichen, abgesehen von Geert Wilders’ verbaler Retourkutsche.

Noch sind radikale Muslime in der Minderheit, fallen aber immer wieder durch dreiste »Forderungen« auf, wie wir unser Leben gefälligst um ihre mittelalterliche Ideologie herum zu gestalten haben. Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Was werden solche Leute erst fordern, wenn sie demographisch in der Mehrheit sind und ihre Wünsche (völlig legal) in Politik umsetzen können? Helfen sie dann der autochthonen Köterrasse bei der Ausreise oder »verschwindet« die gar still und leise durch den Schornstein?

Die demographische Bombe

Schnell sieht man sich an dieser Stelle dem Vorwurf der »Angstmache« ausgesetzt. Immerhin hat »nur« jeder fünfte Deutsche einen Migrationshintergrund. Und der führt natürlich auch nicht zwangsläufig dazu, dass alle neuen Deutschen hier ein Kalifat errichtet wollen. (Im Gegenteil erweisen sich vor dem Islam geflüchtete Mitbürger als überaus immun gegen solche Entwicklungen und tendieren sogar verstärkt zum Patriotismus!)

Dennoch tickt die demographische Bombe unaufhörlich, immer lauter. Und es sind nicht Heerscharen von Aborigines oder Buddhisten, die dabei den Löwenanteil stellen, was man leicht an den Vornamen und beim Blick in unsere Kindergärten überprüfen kann. Dort schaut es so aus, der Migranten-Anteil der Kinder unter 6 Jahren in Großstädten:

Berlin: 43,83 %
Hamburg: 48,94 %
München: 58,44 %
Köln: 50,98 %
Frankfurt: 75,61 %
Stuttgart: 56,67 %
Düsseldorf: 50,00 %
Dortmund: 53,33 %
Essen: 50,00 %
Bremen: 57,58 %
Hannover: 46,67 %
Nürnberg: 51,85 %
Duisburg: 57,14 %
Augsburg: 61,54 %
Darmstadt: 52,76 %

Wir werden kolonisiert

Diese Zahlen sind längst veraltet und stammen aus einer Zeit deutlich vor der unkontrollierten Masseneinwanderung. [3] Vereinfacht gesagt: In weniger als einer Generation »verlieren« wir die Großstädte. Sie sind dann alle mehrheitlich nicht mehr »biodeutsch« oder auch nur »kulturdeutsch« — wie unter diesen Vorzeichen eine Integration (Assimilation) gelingen soll, und wenn ja, vom wem worin, das konnte mir noch keiner plausibel erklären.

Naheliegend, und keineswegs nur theoretisch, ist die Organisation dieser neuen Mehrheiten in eigenen Parteien und Interessengruppen (aus unerfindlichen Gründen scheinen diese Interessen nicht mit den bereits vorhandenen im Einklang zu stehen). Die niederländische »Migrantenpartei« DENK hat längst Expansionspläne für Deutschland in der Schublade. [4] Es braucht kaum mehr als das Grundgesetz und einen Taschenrechner, um zu erkennen, wer in einer Demokratie entscheidet, nach wessen Musik getanzt wird. Oder ob Tanzen verboten wird.

Da kann man nix machen…

Freilich ist es ein schwacher Trost, dass diese Entwicklung dann auch jenen Parteien auf die Füße fällt, die sich derzeit noch durch offene Grenzen und üppige Alimentierung neue Wähler importieren. In der Türkei jedenfalls regiert weder eine SPD, noch eine GRÜNE. Auch würde ich mir bei den türkischen »Deutschen« keine allzu großen Hoffnungen machen, denn die wählen hier nur so lange die Grenzenoffenhalter, bis sie das durch eine komfortable Mehrheit selbst erledigen können. [5]

Wirklich und sprichwörtlich verrückt an der ganzen Sache ist, dass sich jegliche Kritik an dieser fatalen Entwicklung dem Vorwurf der »Fremdenfeindlichkeit« (oder gar des »Fremdenhasses«) ausgesetzt sieht. Ausgerechnet im Zeichen des Minderheitenschutzes. Anders gesagt: Die Mehrheitsgesellschaft darf erst ihre Interessen geltend machen, wenn sie erfolgreich in die Minderheit geraten ist. Dann allerdings hilft nur noch beten und hoffen, dass den neuen Machthabern Minderheiten auch so sehr am Herzen liegen. Viel Erfolg dabei! [6]

Pest oder Heuschnupfen

Auf den ersten Blick sind das deprimierende Aussichten. Auf lange Sicht ließen sich die Interessen der Eingeborenen nur in einer Diktatur (oder eben gar nicht) wahren, denn Demokratie erfordert Mehrheiten, sie ist ein Zahlenspiel. Demokratie erfordert auch einen Grundkonsens, der sie nicht als solche in Frage stellt. Die derzeitigen politischen Mehrheiten wiederum arbeiten aber nach Kräften daran, in die Minderheit zu geraten und sind sich dabei auch nicht zu schade, immer repressiver gegen ihre Kritiker vorzugehen. Selbstverständlich, man ahnt es, im Namen der Demokratie. Dieses Spiel ist so gezinkt, dass es nicht gewonnen werden kann!

Vermeintlich. Denn noch ist es die Wahl zwischen Pest und Heuschnupfen. Noch lässt sich diese Katastrophe demokratisch, rechtsstaatlich und friedlich abwenden, auch wenn es immer drastischerer Kurskorrekturen bedarf (Ausstieg aus »Migrationsabkommen«, Rückabwicklung diverser »Legalisierungen« illegaler Einwanderung, konsequente Remigration, etc.) In zehn Jahren ist dieses Zeitfenster unwiederbringlich geschlossen und kann nur mehr gewaltsam aufgebrochen werden. Dann stehen allein Pest oder Cholera zur Auswahl. Das kann niemand wollen.

[1] https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/mazyek-fordert-ruecktritt-von-grindel-und-bierhoff/
[2] https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/chef-von-migrantenpartei-fordert-hollaender-zum-verlassen-des-landes-auf/
[3] http://www.pi-news.net/2017/06/migranten-nachwuchs-die-kinderlein-kommen/
[4] https://www.zeit.de/politik/ausland/2018–04/denk-partei-deutschland-niederlande-migranten-demokratie-diversitaet
[5] https://www.tagesschau.de/inland/tuerkei-wahl-deutschland-107.html
[6] https://einprozent.de/blog/recherche/multikulti-realitaet-rainbow-nation-am-abgrund/2329