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Wie die UNO den Großen Austausch gezielt vorantreibt

»Von der hiesigen Öffentlichkeit und den Medien eher wenig beachtet, bereiten die Vereinten Nationen (UN), unterstützt von zahlreichen Organisationen, derzeit zwei weltweite Verträge zum Umgang mit Flüchtlingen und Migranten vor. Sie sollen noch in diesem Jahr beschlossen werden«, berichtet Heise in einem sehr umfangreichen und ziemlich guten Artikel. [1] Was ein wenig überraschend ist, denn Heise habe ich bisher als tendenziell eher linkslastig wahrgenommen. Die UN‐Pläne jedenfalls haben es in sich.

»In einem der Szenarien, das darauf abzielt, die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter konstant zu halten, wird für Deutschland eine notwendige Nettomigration 1995 bis 2050 von insgesamt 25,2 Millionen Menschen errechnet (für die Europäische Union 79,6 Millionen). Die Gesamtbevölkerung im Jahr 2050 in Deutschland wird hier auf stattliche 92 Millionen Menschen veranschlagt.«

Im Grunde sieht man schon an den Zahlenbeispielen, welcher Irrsinn sich hinter dieser ganzen »Logik« versteckt. Deutschland müsste demzufolge auf den genannten Zeitraum gerechnet jedes Jahr ca. eine halbe Million Flüchtlinge aufnehmen. Jedes Jahr. Eine halbe Million. Das ist knapp ein Drittel dessen, was der gesamten EU zugedacht ist.

Wie damit die »Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter konstant gehalten« werden soll, wo Deutschland aktuell überhaupt nur 82 Millionen Einwohner hat (davon Pi mal Daumen 2 Millionen neu zugereiste Bezieher von Sozialleistungen), bleibt ein Mysterium. Sofern nicht nur Rentner importiert werden, strömen damit effektiv 10 Millionen potentielle Arbeitnehmer (oder Leistungsempfänger) ins Land.

Ein Land, das derzeit knapp 33 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte hat. Man würde also für das Jahr 2050 von 43 Millionen besetzbaren Arbeitsplätzen ausgehen. Ein Zuwachs von ca. 25 Prozent. Problem nur: Den wird es gar nicht geben. Ganz im Gegenteil: »Die zunehmende Digitalisierung vernichtet einer Studie zufolge viele Arbeitsplätze in Deutschland. Rund 3,4 Millionen Stellen werden allein in den kommenden fünf Jahren weg fallen, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit übernehmen.« [2]

Schlimmer noch: »In den nächsten 20 Jahren werde die Hälfte aller Berufsbilder wegfallen.« Und da sind wir erst im Jahr 2038 angekommen. Was bedeuten würde, dass die verbliebene Hälfte der dann noch existierenden Berufe einen zusätzlichen Arbeitnehmer‐Bedarf von 100 % generieren müsste. Da aber auch dort die Digitalisierung zunimmt, ist völlig unklar, woher dieses Wachstum kommen soll. Die realistischere Annahme ist, dass nach den aktuellen Berechnungen bis zum Jahr 2050 ungefähr 22 Millionen Arbeitsplätze wegautomatisiert werden.

Blieben etwa 11 Millionen zu besetzende Stellen. Es gäbe dann aber 43 Millionen potentielle Arbeitnehmer. Oder, näher an der Wirklichkeit entlang formuliert: 32 Millionen potentielle Empfänger von Sozialleistungen. Zum Vergleich: Derzeit beziehen in Deutschland 6 Millionen Menschen Hartz IV, davon — ein Zuwachs von 65 % innerhalb eines Jahres — eine Million Flüchtlinge. [3] Bis zum Jahr 2050 ist demzufolge mit einem Anstieg des Empfangs von (Hartz IV‐ähnlichen) Sozialleistungen um 533 % zu rechnen.

Ich habe mich bewusst an diesem Beispiel und diesen Zahlen abgearbeitet, um das Kernproblem etwas greifbarer zu machen. Die Annahme, dass wir »mehr werden« müssten, dass wir »mehr Arbeitsplätze besetzen« müssten, um damit »steigende Einnahmen« (auch für die Sozialsysteme) zu generieren ist, vorsichtig ausgedrückt, »ein wenig optimistisch«. Selbstverständlich sind solche langfristigen Prognosen kaum mehr als Kaffeesatzleserei, aber ein Trend lässt sich da durchaus erkennen und der deutet in die exakt entgegengesetzte Richtung. Und zwar steil.

Bleibt die spannende Frage: Was soll das? Offensichtlich brauchen wir nicht nur nicht mehr Migration, wir müssten den Migrationsstrom eigentlich umdrehen (Remigration). Auch darauf gibt der Heise‐Artikel eine erstaunlich offene Antwort: »UN‐Generalsekretär António Guterres hat in einer Erklärung am 12. Januar 2018 für den geplanten Pakt zur Migration geworben, dabei zugleich klar gemacht, dass die UN weitere weltweite Migrationswanderungen für quasi unumgänglich halten und diese unter dem Strich als positiv und bewältigbar zu betrachten seien.«

Während er die politisch Verantwortlichen auffordert, »die schädlichen Mythen gegenüber Migranten anzugehen« (also Kritiker zum Schweigen zu bringen und mehr Fake‐News zu produzieren), glaubt er beispielsweise: »Migranten leisten enorme Beiträge sowohl für ihre Gast‐ als auch ihre Herkunftsländer. Indem sie von der lokalen Bevölkerung unbesetzte Stellen füllen, stärken sie die Wirtschaft.« Äh, ja. Beim aktuellen Zuzug von Raketenwissenschaftlern dürfte Deutschland vermutlich das erste Land mit einer ständig bemannten Basis auf dem Mars werden. Es kommt aber noch besser.

»Migranten leisten außerdem einen entscheidenden Beitrag zur internationalen Entwicklung, indem sie Geld in ihre Heimatländer überweisen. Im vergangenen Jahr lag der Gesamtbetrag dieser Geldtransfers bei 600 Milliarden Euro [gemeint wohl: US‐Dollar], dreimal höher als die weltweite Entwicklungshilfe.« — Mit anderen Worten: Sie schicken »Geld« nach Hause. Also dahin, wo sie wirklich zu Hause sind. Geld, das hier irgendwo auf der Straße herum liegt und niemandem gehört. Also warum nicht die Knete in den Postkasten werfen. Macht Sinn.

Er irrlichtert noch ungebremst so weiter, indem er beispielsweise feststellt: »Migranten, denen legale Einreisemöglichkeiten verwehrt werden, greifen unweigerlich auf illegale Methoden zurück. Legale Einreise zu ermöglichen, ist der beste Weg, das Stigma der Illegalität und des Missbrauchs von Migranten zu beenden.« — Okay… Anders ausgedrückt, kann man illegale Migration dadurch stoppen, indem man sie einfach legalisiert. Raffiniert. Warum ist darauf noch keiner gekommen? So könnte man auch die Probleme mit illegalem Waffen‐ und Drogenhandel in den Griff bekommen!

Wer sich jetzt fragt, was dieser ganze Irrsinn soll, bekommt auch darauf eine überraschend ehrliche Antwort: »Befürworter der Pakte lassen keinen Zweifel daran, dass die nationalen Spielräume enger werden.« Wohlgemerkt, das sind die Befürworter. Wie das erst Menschen beantworten, die diese Pakte eher ablehnen, das überlasse ich der Phantasie meiner Leser. Ganz offensichtlich wird hier die Abschaffung der lästigen Nationalstaaten weiter vorangetrieben und der globale Zentralstaat angestrebt. Die USA haben bereits zu verstehen gegeben, dass die Vereinten Nationen sie mal irgendwo küssen können, wo die Sonne nicht scheint. Dieser gesunden Einstellung sollten wir uns dringend anschließen.

[1] https://www.heise.de/tp/features/Vereinte-Nationen-bereiten-weltweite-Pakte-zu-Fluechtlingen-und-Migration-vor-3995024.html?seite=all
[2] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitalisierung-jobs-101.html
[3] https://www.welt.de/politik/deutschland/article172660377/Bundesagentur-fuer-Arbeit-Mittlerweile-ist-fast-jeder-sechste-Hartz-IV-Empfaenger-ein-Fluechtling.html